Himmelsgebirge Tienschan

Tienschan

 

Der Tienschan, übersetzt "Himmelsgebirge", nimmt zwei Drittel Kirgistans ein. Er ist doppelt so lang wie die Alpen und verfügt über die beiden nördlichsten Siebentausender Pik Pobeda (7493 m) und Khan Tengri. Seine Höhe wird nach neueren Messungen mit 7010 m (früher 6950 m) angegeben. Beide Gipfel markieren das "Herz des Tienschan" und die Grenze zu China. Zu ihren Füssen erstreckt sich die "Perle des Tienschan", der Issyk-Kul.

Zu den europäischen Erkundungspionieren des Tienschan gehörte der Russe Pjetr Semjenow und der Münchner Pelzhändler und Geograph Professor Gottfried Merzbacher. Von ihm existieren seit 1902 die ersten genauen Karten und die Beschreibung des Phänomens eines  transienten Gletschersees. Dieser ist nach Merzbacher benannt worden und liegt im Inyltschek-Gletscher, dem zweitgrössten ausserpolaren Gletscher der Erde. Am Gletscher lässt sich die Klimakatastrophe infolge Erderwärmung hervorragend studieren. Kürzlich wurde daher dort das Merzbacher-Observatorium errichtet, an dem deutsche, österreichische und kirgisische Wissenschaftler forschen.    Trekkingziele beinhalten den Inyltschek-Gletscher (2900 m), den Putewodnyi-Gletscher (3100 m), die Merzbacher-Wiese (3400 m) das berühmte Naturwunder Merzbacher-See (3500  m), den Komsomolskij-Gletscher (3800 m), den Dikij-Gletscher (3900 m) sowie viele Gebirgstäler. Von der Ortschaft Karkara starten Hubschrauber-Ausflüge. Es bestehen zudem in Karakol sehr gute Ski-Möglichkeiten mit Skiliften bis in 3040 m Höhe.


                                      Trekkingziele                                                                                  Ski-Möglichkeiten